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Buchmessen-Schwerpunkt 2005: KOREA

Unsere koreanischen Autoren Hwang Chi-Woo, Kim Chi-Ha sowie Park Ynhui werden auf der Buchmesse in Frankfurt (19.-23.10.05) anwesend sein.





"MEINE LIEBE, MEIN VATERLAND."
In ihrem Buch schildert die Ehefrau des koreanischen Friedensnobelpreisträgers Kim Dae-Jung in anschaulicher und eindringlicher Weise, wie sie und ihr Mann nie die Hoffnung aufgaben, nie ihren Glauben verloren, wie sie überlebten und wie sie nicht nur letztlich über Verfolgung und Diktatur triumphierten, sondern auch weltweite Anerkennung fanden.



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Kuba jenseits der Touristenpfade

Der neue Kurzgeschichtenband von Hans Herbst ist da!

Hans Herbst
Cuba linda (Schönes Kuba)
Sieben Stories
Abera Verlag: Hamburg 2002.
Hardcover mit Schutzumschlag, 152 Seiten.
ISBN 3-934376-34-7

Stürmische Zeiten über dem Malécon:
In diesen Kurzgeschichten führt uns Hans Herbst direkt hinein in den kubanischen Alltag fernab jeglicher Klischees.

Nur selten reißt die Wolkendecke auf, wie in der Story "Cuba linda" - einer Hommage an die großartigen Menschen, denen man auf Kuba begegnet.
Fünf Geschichten sind dagegen auf der Rückseite jener Medaille angesiedelt, deren Vorderseite immer so hübsch blankpoliert wird mit Buena Vista Social Club, Compay Secundo, Cohiba, dem charmanten Verfall von Habana Vieja, Mulatas und Lebensfreude rund um die Uhr.
Die letzte Geschichte führt uns zurück nach Deutschland und erzählt von einem Exil-Kubaner, der nicht wirklich daran glaubt, daß es Glück bringt, wenn eine kleine Punkerin mit veilchenblauen Augen gegen Holz klopft.

LESEPROBE:

Es war nicht die Gier nach Besitz und Luxus, dachte er, so ist sie nicht, es war die Hoffnungslosigkeit, der alte Mann kann noch lange leben, und wir sind alle ohne Hoffnung, und da ist nichts, das einer Frau das Leben schöner macht, nichts von diesen Dingen, die sie so sehr liebt, um schön zu sein für ihren Mann, nichts, gar nichts. Damit konnte sie sich nicht abfinden, sie hatte sich so viel versprochen von Havanna und gerät an einen Mann, der nur Müdigkeit von der Arbeit mit nach Hause bringt. Vielleicht hatte sie Angst, alt zu werden, ohne einmal wie eine Prinzessin auf einem Ball getanzt zu haben. Mein Mädchen.

Er schluckte hart, würgte herunter, was bitter in ihm aufstieg, und zwang sich, die Geschichte zu Ende zu denken, und er sah seine Schwester, wie sie sich gefreut hatte über kleine Geschenke, die das Mädchen ihr mitbrachte, eine Schachtel mit Süßigkeiten für die Mutter, Zigaretten, und sie alle hatten das Hühnchen und die Steaks gegessen und den wunderbaren, ungemischten Kaffee getrunken.

Mein Gott, dachte er, sie muß mit irgend jemand zum Mercado rausgefahren sein, um diese Dinge zu besorgen, für uns, sie hat an uns gedacht, die ganze Zeit über, gesteh's dir ein, Mann, sie hat auch für uns die Beine breitgemacht, für uns, für uns, für mich, für uns alle.

»Warum?« schrie er die alten Häuser an und hörte die Antwort in seinem Herzen. Weil sie uns geliebt hat. Und dann rannte er, und die Tasche schlug gegen seine linke Seite, und als er sein Viertel erreichte, verließ ihn die Kraft, und er ging langsam die Infanta hinunter.


REZENSION:
Matthias Prenzel in Rolling Stone, Januar 2002

Immer auf der Kippe.
In der Kurzgeschichtensammlung "Cuba linda" erzählt Hans Herbst, wie es in Castros Land wirklich zugeht.
Als Congaspieler kam er viel herum. Seinen Geschichten attestierte schon Jörg Fauser, der Hans Herbst noch als Weinhändler in München kennenlernte: "Es geht um den Augenblick der Wahrheit." Außerdem geht es darum, zu unterhalten wie ein guter Musiker; nicht mit Kapriolen, sondern mit Bewegung und Spannung, mit Stille und Drama. Die Kontrapunkte von Thelonius Monk, der sichere Geschmack von Coltrane, der Soul von Billie Holiday - bei Herbst sind sie zu lesen... Geblieben ist der Ton, den Herbst anschlägt. Lakonisch, sparsam, scheinbar mühelos in die Stille hinein improvisiert. Und noch etwas ist geblieben, wird sogar immer besser: der Blick auf die Orte und Menschen, die kein Tourist sieht. So auch in "Cuba linda" (Abera Verlag), seinem fünften Band mit Erzählungen... Jahre bevor das Global Village nur einen Klick entfernt war und im Worldwide Web vereinigt, trampt der gelernte Autoschlosser kreuz und quer durch Europa, bleibt in Paris hängen. In den Cafés von La Pigalle trainiert er den Blick, in den Bars von Bahia/Brasilien, auf beiden Seiten vom Tresen, schärft er die Sinne. Den Geschichten merkt man es an. Stilfest und rhythmisch wie bei einem Congatrommler, mit der Dramatik eines Filmbeleuchters, der Selbstverständlichkeit von einem, der Menschen in den Stehkneipen und Häfen dieser Welt kennen, in Hotels und Haciendas lieben gelernt hat.
Als Herbst 1991 durch Kuba streift, glaubt er kaum, was er da zu hören bekommt: die Vielfalt an Klängen und Rhythmen - aber auch die zutiefst schockierenden Geschichten der Menschen, ihre Ängste, ihr täglicher Horror.
"Das Kuba von Fiedel Castro ist eine knallharte Diktatur mit einer barbarischen Justiz. Meine Stories versuchen, einen ganz kleinen Ausschnitt davon zu zeigen. Mir geht es nicht darum, nun mit den Wölfen zu heulen, von wegen die Mulattas, und wie schön ist Kuba und so weiter. Mir geht es um die Kehrseite der Medaille, und das ist die Diktatur. Die kubanische Musik besteht nicht nur aus `Buena Vista...` und dem, was daranhängt, sie ist ungeheuer reich, wesentlich vielseitiger, als man sich das hier vorstellen kann."


AUTORENPORTRÄT

Hans Herbst, ehemaliger Arbeiter und Weinhändler, Berufswunsch Congatrommler, lebt in Hamburg. 1941 geboren, machte er sich Ende der Fünfziger Jahre auf eine Reise, die bis heute andauert. Seine erste Begegnung mit "exotischer Musik" hatte er in Paris, bei den Arabern, und die Trommeln haben ihm eine neue Welt eröffnet, die sehr aufregend war. Aber es hat ein halbes Leben gedauert, um von Paris nach Havanna zu kommen und jenen Trommlern zu begegnen, in deren Gegenwart man sehr still und bescheiden wird und ganz von vorne beginnt.


Von Hans Herbst bisher erschienen:
"Der Cadillac ist immer noch endlos lang und olivgrün" Verlag Ohnemus 1981
"Siesta" Albrecht Knaus Verlag 1984
als Goldmann Taschenbuch 1986
"Mendoza" Albrecht Knaus Verlag 1986
als Goldmann Taschenbuch 1987
"Männersachen" Goldmann Taschenbuch 1987
"Ein Sohn Ogums" Paria Verlag 1988
"Gringo" Maroverlag 1992
"Zwischen den Zeilen" Verlag Eisenstecken 1997

Einzelpreis:
 
Menge:
     




Auf der Frankfurter Buchmesse (19-23.10.05) finden Sie uns in Halle 3.1, Stand A 152. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

News

"ESSEN ERLEBEN..."
die neue Reihe authentischer Kochreiseführer zu den kulinarischen Kostbarkeiten dieser Welt. Sichern Sie sich noch heute den ersten Band "essen erleben in laos" unter der Warengruppe Neuerscheinungen/Kochbücher! In Vorbereitung befinden sich die Bände "essen erleben in korea" sowie "essen erleben in kuba". Weitere Infos zur neuen Reihe finden Sie hier. Gehen Sie mit uns auf kulinarische Entdeckungsreise!



"DAS LAUB FÄLLT ZUR BAUMWURZEL NIEDER"
Maos Ex-Dolmetscher kehrt nach China zurück
"Ja, ich habe Heimweh" gibt Zhou Chun offen zu, "ich bin doch nicht anders als die vielen Chinesen im Ausland, die am Ende ihres Lebens gerne in ihre Heimmat zurückkkehren möchten. - Das Laub fällt zur Baumwurzel nieder - nennen wir das."
Zhou Chun, geboren 1926 in Shanghai, lebte seit dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1988 als Gastprofessor, Journalist und Autor in Berlin. Von 1949 bis 1955 war er erster Dolmetscher für Deutsch im Außenministerium der Volksrepublik China, übersetzte u.a. für Mao Zedong und Zhou Enlai. Die Jahre von 1957 bis 1979 verbrachte er als sogenannter Rechtsabweichler in Straflagern und in der Verbannung.
Nach seinem viel beachteten autobiographischen Roman "Ach, was für ein Leben!" hat Zhou Chun nun kurz vor der Rückkehr nach China einen zweiten Roman auf Deutsch vorgelegt: "Tochter der Partei". Dem Roman liegt das Schicksal seiner Schwester zu Grunde, die sich auf Drängen der KP von Ihrem Mann trennen mußte.
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